
Über mich – Klarheit als Prinzip
Ich bin Bayan – mein Name bedeutet „Klarheit“. Für mich zeigt sich diese Klarheit in meiner Präsenz: darin, wie ich Räume betrete, wie ich wahrgenommen werde und wie ich gewohnte Bilder hinterfrage und aufbreche.
Klarheit heißt für mich, sichtbar zu sein, Perspektiven zu erweitern und gemeinsam mit anderen Wege zu finden, die zuvor vielleicht nicht denkbar waren. Sie zeigt sich in der Art, wie ich Menschen begegne, Zusammenarbeit gestalte und Räume mit Leben, Reflexion und neuen Möglichkeiten fülle.
Ich bin Mutter von zwei Töchtern, die mich jeden Tag daran erinnern, wie viel Stärke, Geduld und Wachstum in uns stecken. Mein Studium habe ich als Mutter gemeistert – eine Erfahrung, die mich nicht nur geprägt, sondern auch gelehrt hat, Verantwortung, Wissen und persönliche Entwicklung miteinander zu verbinden.
Heute bin ich Doktorandin am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) und forsche zu Diaspora, Engagement und hybriden Identitäten. Diese Themen sind für mich nicht nur akademisch – sie sind eng verwoben mit meinem eigenen Weg, meinen Fragen und den Geschichten der Menschen, denen ich begegne.
Meine Arbeit lebt von Begegnung: In den letzten Jahren habe ich viele Städte bereist und mit unterschiedlichsten Menschen gearbeitet. In Workshops, Vorträgen und Gesprächen durfte ich zuhören, begleiten, Impulse geben – und immer wieder selbst lernen. Diese Erfahrungen fließen in alles ein, was ich tue.
Was mich besonders trägt, ist meine Überzeugung von der Kraft des Geschichtenerzählens. Geschichten schaffen Verbindung, machen Erfahrungen sichtbar und eröffnen neue Perspektiven. Mein literarischer Hintergrund in der Arabistik und der vergleichenden Literaturwissenschaft – geprägt durch mein Studium der arabischen Literatur an der Universität Damaskus – begleitet mich dabei bis heute. Er ist ein leiser, aber kraftvoller Bestandteil meiner Arbeit.
Ich spreche Deutsch, Arabisch und Englisch und bewege mich zwischen Sprachen, Perspektiven und Lebenswelten – eine Fähigkeit, die meine Arbeit bereichert und es mir ermöglicht, Verbindungen herzustellen, wo andere Grenzen sehen.
Ich arbeite in unterschiedlichen Kontexten: als Dozentin in der Sozialen Arbeit, in der politischen Bildung sowie in Empowerment-, Diversitäts- und Antirassismus-Trainings. Dabei geht es mir nie nur um Inhalte, sondern um Räume – Räume, in denen Menschen sich ausdrücken, reflektieren und stärken können.
